Glossar

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Anycast

(vgl. auch Multicast, Unicast)
Anycast bedeutet, dass irgendein Sender den am nächsten liegenden Empfänger im Netzwerk sucht. Das neue Internet Protocol, Version 6 (IPv6), unterstützt Anycast.

AON Active Optical Network

Aktiv optisches Netzwerk

ARPU Average Revenue per User

Richtwert für den durchschnittlichen Umsatz pro Subscriber (Abonnent).

ATM Asynchronous Transfer Mode

Eine Datenübertragungstechnik zum Anbieten von Telekommunikationsdiensten für Geschäftskunden.

Broadcast

Gleichbedeutend mit Multicast: 1 Sender, mehrere Empfänger, kein Handshake.

CESP Circuit Service Emulation over Packet

CMTS

Ein Cable Modem Termination System ist eine Komponente, die sich in der Regel in einer Kopfstelle oder Headend befindet und High Speed Datendienste, wie Internet oder Voice over IP dem Kabelnutzer zur Verfügung stellt.

CM Cable Modem

Als Kabelmodem bezeichnet man ein Gerät, das Daten über TV-Kabelnetze überträgt. Das Kabelmodem befindet sich beim Endkunden zwischen dem Kabelanschluss und dem Computer. Die Verbindung zum Computer erfolgt entweder über Ethernet oder über den USB-Port.

CPE Customer Premise Equipment

Gerät, das beim Endkunden installiert ist und welches das Netzwerk des Zugangsnetzbetreibers terminiert. Am CPE sind entsprechende Schnittstellen (z.B. Ethernet, ISDN, analog Telefon) für den Anschluss der Endgeräte vorhanden.

Delay, Latency, Jitter

Dies sind CoS-Parameter.

DOCSIS Data Over Cable Service Interface Specification

Eine von Cable Labs um 1997 entwickelte Spezifikation für Schnittstellen von Kabelmodems und dazugehörigen Peripheriegeräten, die von der ITU im März 1998 ratifiziert wurde.

DSLAM DSL Access Multiplexer

Ein aktives Netzwerkgerät, das die von den Haushalten kommenden Kupferdrähte terminiert und den abonnierten Dienst aufschaltet.

DVB/DVB-T Digital Video Broadcast

DVB über HFC. DVB-T ist in Deutschland die Bezeichnung für das neue digitale Antennenfernsehen (sogenanntes «terre-strisches» Fernsehen).

EMTA Embedded Multimedia Terminal Adapter

Eine in einem Endgerät integrierte Anschlusseinrichtung im Teilnehmerbereich öffentlicher Kommunikationsnetze, die dazu dient, dieses Netz multimedial bzw. für mehrere und erweiterte Dienste zu nutzen.

Frame Relay

Datenübertragungstechnik, die vorwiegend zum Anbieten von Mietleitungsdiensten für Geschäftskunden verwendet wurde oder immer noch wird.

FTTC Fiber to the Curb

Fiber wird bis in die Kabine im Quartier gelegt. Von dort aus werden die letzten Meter bis zu den Häusern mit HFC oder Kupfer realisiert.

FTTH Fiber to the Home

Bei FTTH werden Glasfasern bis zu jedem Haus gelegt.

Fuss

Amerikanische Metereinheit. 100 Fuss entsprechen 30,48 Meter.

GEM GPON Encapsulation Method

HDMI High Definition Multimedia Interface

HFC Hybrid Fiber Coax

HFC ist eine Netzwerktechnologie, bei der optische und HF-Technologien eingesetzt werden. Die optische Faser bedient Zellen von 50 bis 500 Hausanschlüssen direkt ab der Zentrale und bietet bis zu 5-Gbps-IP-Bandbreite je Zelle.

HPNA3 Home Phoneline Networking Alliance

HPNA3 ist die Gruppe von Standards für die Übermittlung von Video und TV über die hausinternen Telefonanschlüsse. Die aktuelle Version ist HPNA2.

IAD Integrated Access Device

Gerät, das für die interne Hausverteilung zuständig ist. So verfügt zum Beispiel ein GPON über ONT-Anschlüsse für:
- HF (Fernsehen)
- Ethernet
- POTS
- E1

IGMP Internet Group Management Protocol

Das Internet Group Management Protocol ist ein Netzwerkprotokoll der IP-Familie. Es dient zur Organisation von Multicast-Gruppen. IGMP nutzt wie ICMP das Internet Protocol (IP) und ist integraler Bestandteil von IP auf allen Hosts, die den Empfang von IP-Multicasts unterstützen. Es ermöglicht IP-Multicasting (Gruppenkommunikation) im Internet. IP-Multicasting erlaubt, IP-Packete unter einer IP-Adresse gleichzeitig an mehrere Stationen zu verteilen, wie dies zum Beispiel bei IPTV erforderlich ist.

MEF Metro Ethernet Forum

ein international anerkanntes Qualitätssigel

MGCP Media Gateway Control Protocol

Media Gateway Control Protocol 1.0 ist ein Protokoll für Voice-over-IP-Telefonate (VoIP). Dabei werden externe Telefonkontrollelemente als Media Gate Controller (MGCs) oder Call Agent (CAs) eingesetzt.

MoCA The Multimedia over Coax Alliance

Der vom Home Network Cable Labs definierte Übertragungsstandard für HFC-Netzwerke.

Multicast

(vgl. auch Anycast, Unicast)
Bei Multicast kommuniziert ein Sender mit mehreren Empfängern. Das neue Internet Protocol, Version 6 (Ipv6), unterstützt Multicast.

Multiport EDFA Erbium-doped Fiber Amplifier

Erbium-dotierte Faserverstärker. Multiport EDFA ist ein optischer Verstärker, der ein eingehendes optisches Signal verstärkt weitergibt, ohne es in ein elektrisches Signal umgewandelt zu haben. Die Verstärkung entsteht dabei durch stimulierte Emission, die vom zu verstärkenden Signal ausgelöst wird. Multiport-EDFA werden für RF-Overlay in PON-Netzwerken benötigt.

NMS Network Management System

Network Management Systeme werden zur Überwachung und Steuerung eines Netzwerks eingesetzt.

OLT Optical Line Terminal

Zentrale Einheit mit Optical Feeder.

ONU / ONT Optical Network Unit bzw. Termination

Subscriber Terminal, CPE

ONU Serving Area

Radius des Kreises für ONT-Systeme, welcher 1 Splitter bedienen kann. Je weiter entfernt sich der Splitter vom OLT befindet, desto kleiner wird dieser Radius. Die ONU Serving Area wird umso kleiner, je weiter entfernt der Splitter vom OLT steht.

Open Access Platform

Offene, für Grossverteiler geeignete Plattform. Damit können verschiedene Service Provider über eine Zugangsplattform dieselben Kunden bedienen. Der Kunde kann somit den Service Provider wählen, ohne dass er das Zugangsnetz ändern muss. Wird in der Schweiz von Swisscom (ADSL Wholesale) sowie oft auch von Elektrizitätswerken realisiert.

Open Access Platform ist ein von der Firma Packet Front verwendeter Begriff. Das Gegenteil von «Open Access Platform» ist «Vertically Integrated Model». Dieses Modell wird in der Schweiz von den Kabelnetzbetreibern favorisiert. Das heisst, der Access Provider ist gleichzeitig auch der Service Provider.

Optical Feeder

Zugangsleitung vom OLT bis zum ersten Splitter.

Optical Power Budget Optisches Budget

Bestimmt die maximale Distanz einer optischen Leitung. Funktion von OLT (Laser Port Leistung, Loss von Feeders, Loss von Splitters)

Outdoor and Indoor ONU ONU Optical Network Unit

Optisches Endgerät. In Europa werden Endgeräte bevorzugt im Gebäude platziert, in Nordamerika an der Aussenwand, damit sie jederzeit zugänglich sind.

Passive Optical Splitter

Passive optische Splitter, bidirektional

PON Passive Optical Network

Passives optisches Netzwerk

PLC Power Line Communication

Technologie zur Übertragung von Daten, Voice und Video über Stromkabel.

Podcast / Podcasting

Der Begriff Podcasting setzt sich aus den beiden Wörtern iPod und Broadcasting (englisch für «ausstrahlen») zusammen und bezeichnet das Produzieren und Anbieten von Audio- oder Videodateien über das Internet. Beliebig viele Teilnehmende (Podcaster) erstellen Mediendateien und stellen diese anschliessend mittels eines RSS-Feeds auf einem Server im Internet bereit. Ein Teilnehmer kann diesen Feed mit einer speziellen Software für Podcasts «abonnieren».

POP Point of Presence

Als Point of Presence wird ein physikalischer Knotenpunkt für eine Verbindung in ein Telekommunikationsnetzwerk bezeichnet. Es gibt kleine, unbemannte PoPs, die nur aus einem Schaltschrank mit wenig Technik betrieben werden (zum Beispiel USV, Router, Switch, Fernwartung), aber auch sehr grosse PoPs, die ganze Etagen oder Gebäude einnehmen und Büros angegliedert haben (zum Beispiel DeCIX). Ein POP ist zum Beispiel der Ort, an welchem verschiedene PON-Feeds (Fasern) zusammenlaufen und mittels OLT terminiert werden.

QAM/EdgeQAM Quadratur Amplitude Modulation

Quadratur Amplituden Modulation. Ein Gerät welches es mit Hilfe von QAM ermöglicht, den individuellen Video Content in die bestehende DOCSIS Infrastruktur einzuspeisen.

QoS Quality of Service

QoS bezeichnet allgemein die Dienstgüte von Übertragungskanälen. Diese setzt sich aus einer Reihe von Eigenschaften wie Verlustrate, Verfügbarkeit, Durchsatz und Latenz (Verzögerung) zusammen.

RBOC Regional Bell Operating Company

RF-Signal Trägersignal für die Rundfunk- und Fernsehübertragung (RF).

RF-Overlay

Übertragung herkömmlicher RF-Signale über ein PON-Netzwerk mittels einer separaten Farbe (1550nm).

RSS Feed Really Simple Syndication

(Wörtlich: echt einfache Verbreitung). RSS-Feed ist eine Technologie, die es dem Benutzer ermöglicht, die Inhalte einer Webseite, oder Teile davon, zu abonnieren. Die neuen Inhalte können so automatisch auf die Computer (oder andere Endgeräte) des Abonnenten geladen werden, sobald sie veröffentlicht sind. Dadurch erhält der Abonnent die jeweils neuesten Informationen automatisch geliefert. Auf RSS-basierende Funktionen werden zunehmend in bestehende Anwendungen integriert (zum Beispiel E-Mail-Programme oder Web-Browser).

SFB (Small Form Factor) Optical Transceivers

Preis/Performance optimiert. Verfügbar für:
- 100 MBS, 1 Gbps
- Multimode, Monomode
- Distanzen 850 m – 120 km
- Wellenlängen: 850 – 1610 nm

SFP Small Form Factor Pluggables

T-Cont. Traffic Container

TDM Time Division Multiplexing

Verfahren, das zum Beispiel in herkömmlichen Telefonzentralen verwendet wird.

UNI User Network Interface

Schnittstellenkarte, die User Interfaces, wie zum Beispiel Ethernet oder E1, zur Verfügung stellt. Verwandter Begriff: Service Interface.

Unicast

(vgl. auch Anycast, Multicast)
Unicast bedeutet, dass im Netzwerk die Kommunikation zwischen einem Sender und einem Empfänger erfolgt – früher geläufiger als «point to point communication». Das neue Internet Protocol, Version 6 (IPv6), unterstützt Unicast.

VDSL Very High Speed Digital Subscriber Line

VDSL ist die zurzeit schnellste Übertragungstechnologie, die auf Kupfer basiert. Sie erlaubt eine Datenübertragung mit bis zu 52 Mbit/s, jedoch sinkt die nutzbare Übertragungsbandbreite mit der Länge der Leitung. Bereits bei 900 Metern Entfernung zur Vermittlungsstelle sinkt die Datenübertragungsrate auf 26 Mbit/s, und bei etwa zwei Kilometern befindet man sich auf heutigem ADSL-Niveau. So sind VDSL-Anschlüsse nur sehr nahe an denjenigen Stellen möglich, an denen eine elektro-optische Wandlung installiert wird.

VPN Virtual Private Network

VPN ist ein Verfahren zur Herstellung eines Tunnels über ein öffentliches, ungesichertes Netzwerk. Ziel ist es, Informationen gesichert und mit einem privaten Adressierungsschema vom einen zum anderen Punkt übertragen zu können.